»Thinking in Motion«
Class Spezielle Klassische Training
mit Stefanie Arndt*

Variations and Pas de deux aus W. Forsythe Balletten*:
»In the Middle, Somewhat Elevated«
»The Second Detail«
»The Vertiginous Thrill of Exactitude«
»Steptext«
mit Noah D. Gelber*, Laura Graham*, Kathryn Bennetts*

Improvisation Technologies mit
Ana Catalina Roman*

William Forsythe

steht wie kein anderer Choreograf für die Evolution im Tanz.
Sein Œuvre spannt einen Entwicklungsbogen von den am klassischen Ballett orientierten Bewegungsformen bis zu den »Improvisation Technologies« ─ Prinzipien seiner Tanzsprache, die die Freiheit und Möglichkeiten innerhalb des Balletts als ein logisches System stets neu ergründet.

Photo: © Stephan Floss / www.stephanfloss.com


William Forsythe gilt als einer der führenden Choreografen weltweit. Seine Werke sind dafür bekannt, die Praxis des Balletts aus der Identifikation mit dem klassischen Repertoire gelöst und zu einer dynamischen Kunstform des 21. Jahrhunderts transformiert zu haben. Forsythes tiefgreifendes Interesse an organisatorischen Grundprinzipien hat ihn dazu geführt, ein breites Spektrum von Projekten in den Bereichen Installation, Film und internetbasierte Wissensentwicklung zu realisieren.

Forsythe wuchs in New York auf und begann seine Ausbildung bei Nolan Dingman und Christa Long in Florida. Er tanzte mit dem Joffrey Ballet und später mit dem Stuttgarter Ballett, dessen Hauschoreograf er 1976 wurde. In den folgenden sieben Jahren schuf er neue Werke für das Stuttgarter Ensemble und Ballett-Companies in München, Den Haag, London, Basel, Berlin, Frankfurt am Main, Paris, New York und San Francisco. 1984 begann seine 20-jährige Tätigkeit als Direktor des Ballett Frankfurt, mit dem er Arbeiten wie »Artifact« (1984), »Impressing the Czar« (1988), »Limb’s Theorem« (1990), »The Loss of Small Detail« (1991, in Zusammenarbeit mit dem Komponisten Thom Willems und dem Designer Issey Miyake), »A L I E / N A(C)TION« (1992), »Eidos:Telos« (1995), »Endless House« (1999), »Kammer/Kammer« (2000) und »Decreation« (2003) schuf.

Nach der Auflösung des Ballett Frankfurt im Jahr 2004 formierte Forsythe ein neues, unabhängiges Ensemble. Mit Unterstützung der Länder Sachsen und Hessen, der Städte Dresden und Frankfurt am Main sowie privater Sponsoren wurde The Forsythe Company gGmbH gegründet. Die Company hat ihre festen Spielstätten in Dresden und Frankfurt am Main und gibt darüber hinaus internationale Gastspiele.

Mit dem neuen Ensemble entstanden u.a. die Werke »Three Atmospheric Studies« (2005), »You made me a monster« (2005), »Human Writes« (2005), »Heterotopia« (2006), »The Defenders« (2007), »Yes we can’t« (2008) und »I Don’t Believe in Outer Space« (2008). Forsythes jüngste Werke werden ausschließlich von dieser neuen Company entwickelt und aufgeführt, während seine früheren Arbeiten einen zentralen Platz im Repertoire praktisch aller wichtigen Ballettensembles der Welt einnehmen.

* Beispiel